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Was ist Bafög

Die Abkürzung Bafög steht im Grunde für das Bundesausbildungsförderungsgesetz. Wenn also jemand angibt, Bafög zu beziehen, bedeutet dieses, dass er diesem Gesetz entsprechend eine staatliche Förderung in Sachen Ausbildung bezieht. Das Bundesausbildungsförderungsgesetz gibt es bereits seit 1971, bis zum heutigen Zeitpunkt wurde es immer mal wieder verändert. In Deutschland beziehen zahlreiche Schüler und Studenten Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz. Im Jahr 2007 waren es nach Angaben des Statistischen Bundesamtes rund 806.000 Personen, wobei mehr Studenten als Schüler gefördert wurden. Das Vorhandensein der Möglichkeit, eine Ausbildungsförderung von Seiten des Staates in Anspruch nehmen zu können, ist ausgesprochen wichtig, wird es doch zahlreichen Studenten und Schülern hierdurch erst ermöglicht, einer Ausbildung nachzugehen. Nicht vergessen werden sollte allerdings, dass die Ausbildungsförderung zumindest im Falle von Studierenden zu einem Teil zurückbezahlt werden muss. Näheres zu dieser Thematik finden Sie in dem Abschnitt „Rückzahlung“.

Im Folgenden können Sie viele wichtige Grundinformationen rund um das Thema Bafög einsehen. Hier wird es um die Fragen gehen, wer überhaupt berechtigt ist, Bafög zu beziehen und wie hoch die Bafög-Förderung ausfallen kann. Auch wird hier der Unterscheidung zwischen familienabhängiger und elternunabhängiger Förderung nachgegangen. Erst wenn diese Grundfragen beantwortet sind, werden wir dazu übergehen zu schildern, wie man Bafög beantragen kann und was man hierbei beachten sollte.

Adressatenkreis

Generell können Studierende und Schüler nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz gefördert werden. Die Art der Förderung unterscheidet sich allerdings: Schülern wird die Förderung in Form eines Zuschusses gewährt. Der Begriff Zuschuss drückt hierbei aus, dass die Förderung nicht zurückbezahlt werden muss. Dies ist bei Studierenden anders: Die Bafög-Förderung setzt sich in ihrem Fall zu einem Teil aus einem Zuschuss und zum anderen Teil aus einem Darlehen zusammen. Der Begriff Darlehen deutet darauf hin, dass ein Teil der Förderung nach einem bestimmten Zeitraum wieder zurückbezahlt werden muss. Im Normalfall macht dieses Darlehen 50 Prozent der Förderung aus, es gibt allerdings auch Regelungen zu Teilerlassen, die dazu beitragen, dass weniger als diese 50 Prozent zurückbezahlt werden müssen. Mehr zu diesem Thema erfahren Sie unter dem Punkt „Rückzahlung“.

Das Besondere an dem staatlichen Bafög Darlehen ist, dass es zinslos gewährt wird. Die Summe, die zurückbezahlt werden muss, erhöht sich also nicht zusätzlich, was gegenüber anderen Finanzierungsmöglichkeiten ein klarer Vorteil ist. Dennoch muss daran gedacht werden, dass die Förderung nach einem gewissen Zeitraum zurückbezahlt werden muss, der Studierende startet nach seinem Abschluss also im Endeffekt mit Schulden in das Berufsleben.

Natürlich können nicht alle Studierende und Schüler damit rechnen, dass ihnen Förderungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz zugestanden werden. Ob dieses der Fall ist, hängt davon ab, ob spezifische Bedingungen vorliegen. Mehr zu diesem Thema können Sie in den folgenden Abschnitten „Höhe der Bafög-Förderung“, „Familienabhängige Förderung“ und „Elternunabhängige Förderung“ erfahren.

Übrigens: Auch Handwerker, die zum Beispiel einen Meister machen wollen, können staatliche Förderungen in Anspruch nehmen. Hierbei sind allerdings nicht die Regelungen im Bundesausbildungsförderungsgesetz ausschlaggebend, sondern diejenigen in dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz.

Höhe der Bafög-Förderung

Die Maximalförderung, die Studierende erhalten können, die noch zuhause bei ihren Eltern leben, beträgt 473 Euro im Monat. Studierende, die nicht mehr zuhause leben, können aufgrund zusätzlicher Mietkosten bis zu einer maximalen Höhe von 643 Euro monatlich gefördert werden. Die Maximalförderung, die Schüler erhalten können, liegt unter der Maximalförderung für Studierende. Zu der Maximalförderung können auch noch Kinderbetreuungszuschläge kommen.

Die Maximalförderung sagt allerdings noch nicht viel darüber aus, was man konkret an Förderung erwarten kann. Wie hoch die Bafög-Förderung nämlich tatsächlich ausfällt, ist von den individuellen Umständen abhängig. Die maximale Förderung erhält längst nicht jeder, vielmehr ist es so, dass es zahlreiche Faktoren gibt, welche die Förderungssumme unter Umständen schrumpfen lassen können. Eine ganz wichtige Rolle spielt dabei das eigene Einkommen und Vermögen sowie das Einkommen der Eltern und des eventuell vorhandenen Ehepartners. Dies sind aber längst nicht alle Faktoren, die bei der Berechnung der individuellen Bafög-Höhe mit einbezogen werden. Die genaue Rechnung ist also recht komplex.

Da nicht alle Studierende die maximale Förderungssumme erhalten, sind sie trotz der Bafög-Unterstützung häufig auf weitere Geldquellen angewiesen. In der Regel kann man diesen Bedarf durch einen Nebenjob bzw. durch die Unterstützung durch die Eltern decken.

Tipp: Im Internet gibt es zum Teil auch Bafög-Rechner, die eine grobe Orientierung bezüglich der Höhe der Bafög-Förderung liefern können. Hier müssen allerdings eine Reihe von Daten – zum Beispiel Einkommen, Familien- und Wohnverhältnisse und vieles mehr – angegeben werden, da die Höhe des Bafögs von zahlreichen unterschiedlichen Variablen abhängig ist.

 

Familienabhängige Förderung

In den meisten Fällen ist es so, dass die Bafög-Förderung als familienabhängige Förderung gewährt wird. Dieses bedeutet im Endeffekt, dass die Höhe der Förderung neben dem Bedarf auch davon abhängig ist, wie viel die Eltern und ggf. ein Ehepartner verdient. Hier wird angenommen, dass die Eltern und auch ein ggf. vorhandener Ehepartner den Studierenden in der Phase seiner Ausbildung unterstützen können. Sind diese nachgewiesener Weise finanziell nicht dazu in der Lage, eine ausreichende Versorgung des Studierenden zu leisten, wird die Bafög-Förderung gewährt bzw. fällt die Bafög-Förderung höher aus. Hier kommen dann auch die Freibeträge zur Geltung.

Zu beachten ist, dass bei der Frage nach den Einkommen, immer die Einkommenshöhe des vorletzten Kalenderjahres berücksichtigt wird. Dieses hat den Vorteil, dass das Einkommen nicht geschätzt werden muss – so wie es der Fall wäre, wenn man das aktuelle Einkommen zugrunde legen würde –, sondern feststeht. In der Regel kommt hinzu, dass die vergangenen Einkommen geringer ausfielen als die aktuellen, dieses kann sich positiv bei der Frage auswirken, ob es Bafög gibt oder nicht bzw. wie hoch dieses ist. Sollte der umgekehrte Fall vorliegen – also die Einkommen der Vergangenheit höher ausfallen als die jetzigen – kann ein Aktualisierungsantrag gestellt werden, der einer etwaigen Benachteiligung entgegenwirken kann. Mehr zu diesem Thema erfahren Sie in dem Abschnitt, der alleinig der Thematik „Aktualisierungsantrag“ gewidmet ist.

Elternunabhängige Förderung

Unter bestimmten Bedingungen kann man auch eine Förderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz erhalten, die nicht das Einkommen der Eltern bei der Ermittlung der Förderungshöhe mit einbezieht. Davon unberührt bleibt aber die Tatsache, dass das Einkommen eines Ehepartners, soweit vorhanden, immer mitberücksichtigt wird. Unter gewissen Umständen kommen insbesondere im Falle der Absolvierung des Zweiten Bildungsweges elternunabhängige Förderungen in Betracht.

Auch kann eine elternunabhängige Förderung zum Teil dann geleistet werden, wenn der Antragssteller 30 Jahre oder älter ist. Hierbei muss allerdings die besondere Voraussetzung erfüllt sein, nachweisen zu können, dass man in der Zeit zuvor daran gehindert wurde, die Ausbildung aufzunehmen. Ein Grund hierfür kann zum Beispiel die Verpflichtung gewesen sein, seine Kinder betreuen zu müssen.

Ein weiterer Fall, in dem zum Teil eine elternunabhängige Förderung stattfinden kann, liegt vor, wenn man vor dem Studium bereits erwerbstätig war. Hier müssen allerdings mindestens fünf Jahre Erwerbstätigkeit nach dem 18. Geburtstag nachgewiesen werden oder aber eine dreijährige Erwerbstätigkeit nach einer Ausbildung, die drei Jahre in Anspruch genommen hat. Dauerte die Ausbildung nur zwei Jahre, muss eine entsprechend längere Erwerbstätigkeit nachgewiesen werden. Eine weitere Bedingung hinsichtlich der Anrechnung von Erwerbszeiten ist zum Beispiel, dass in diesen Zeiträumen das Einkommen so hoch gewesen sein muss, dass es dazu ausgereicht hat, dass sich der Betroffene selbst versorgen konnte. Hier gibt es einen bestimmten Wert, ab dem dieses angenommen wird.

Die Regelungen im Bereich elternunabhängige Förderung sind recht komplex, so dass Sie sich, falls Sie betroffen sind, am besten an die zuständigen Stellen wenden und alles Wissenswerte in Bezug auf ihren Einzelfall auf direktem Wege in Erfahrung bringen. Zum Teil müssen auch weitere Bedingungen erfüllt sein als die hier genannten.

Fazit: Es wird ausdrücklich dazu geraten, sich auch bei den zuständigen Stellen – also bei den Bafög-Ämtern vor Ort und dem Bundesverwaltungsamt – im  individuellen Fall beraten zu lassen. Dies gilt im Übrigen nicht nur für die elternunabhängige Förderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz, sondern generell für die Beantragung, usw. von Bafög.