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Rückzahlung

Wie oben bereits erwähnt, besteht die Bafög-Förderung für Studierende zu einer Hälfte aus Zuschüssen und zur anderen Hälfte aus einem Darlehen, was bedeutet, dass ein gewisser Teil der Förderung zurückbezahlt werden muss.

Das Besondere an dem Darlehensteil der Bafög-Förderung ist allerdings, dass dieser zinslos gewährt wird. Dieses ist ein enormer Vorteil, wenn man andere Finanzierungsmöglichkeiten, bei denen im Grunde immer Zinsen fällig werden, mit der Bafög-Förderung vergleicht. Und noch einen Pluspunkt gibt es bei dem Bafög-Darlehen: Die Darlehensschuld ist auf maximal 10.000 Euro begrenzt, solange man das Studium ab dem 01.03.2001 aufgenommen hat. Sich über das Bundesausbildungsförderungsgesetz fördern zu lassen, ist dementsprechend eine attraktive Option für die Personen, die einen Anspruch hierauf haben.

Dennoch: Irgendwann kommt die Zeit und es geht an das Zurückzahlen des Darlehens. Dies ist ein Sachverhalt, der unbedingt im Vorhinein bekannt sein sollte, damit man auf die Forderung vorbereitet ist und sich die Forderung in das eigene Finanzkonzept integrieren lässt. Im Folgenden haben wir aus diesem Grund für Sie die wesentlichen Grundinformationen zum Thema Rückzahlung der Bafög-Förderung zusammengefasst, damit Sie sich einen ersten Überblick über die wichtigsten Regelungen in diesem Bereich verschaffen können. Wie auch in allen anderen Belangen gilt es natürlich, sich bei offenen Fragen, Unklarheiten und ähnlichem an die zuständigen Stellen zu wenden. Auch in puncto Rückzahlung ist immer der individuelle Fall zu berücksichtigen.

Beginn und Höhe der Rückzahlung

Generell gilt, dass die Rückzahlung erst fünf Jahre nach der Förderungshöchstdauer beginnt. Ungefähr sechs Monate vor Ablauf der fünf Jahre bekommen die ehemaligen Bafög-Empfänger einen Feststellungs- und Rückzahlungsbescheid per Post zugeschickt. Der Absender ist das Bundesverwaltungsamt, welches damit betraut ist, die Darlehen, welche dem Bundesausbildungsförderungsgesetz entspringen, zu verwalten und einzuziehen.

In dem Schreiben wird festgestellt, wie hoch die Darlehensschuld ist – ergo wie viel man zurückbezahlen muss. In dem Schreiben vom Bundesverwaltungsamt findet man dann auch nähere Infos dazu, wie die Rückzahlung bewerkstelligt werden kann. Möglich ist dabei eine Rückzahlung in Raten sowie eine Rückzahlung auf einen Streich. Bei der Ratenzahlung ist folgendes zu beachten: Feststeht im Vorfeld bereits, dass die Raten pro Monat mindestens 105 Euro betragen werden. Eingezogen werden pro Quartal drei Raten zusammen, so dass sich eine Mindestratenhöhe von 315 Euro ergibt.

Die gesamte Darlehensschuld ist auf 10.000 Euro begrenzt, wenn man sein Studium zum März 2001 oder zu einem späteren Zeitraum begonnen hat. Der Worst-Case wäre es also, diese 10.000 Euro nach Beginn der Rückzahlungspflicht zurückzubezahlen müssen.

In spezifischen Fällen lassen sich auch Erlasse auf die Darlehensschuld in Anspruch nehmen. Diese werden dann aber nicht auf die 10.000 Euro angerechnet, sondern auf die tatsächliche Höhe des Darlehens. Sollte man trotz potenziell möglicher Erlasse noch eine Schuld haben, die über 10.000 Euro liegt, wird diese auf den Höchstschuldbetrag reduziert. Über die möglichen Erlasse – die wie gesagt aber nicht zwangsweise dazu führen müssen, dass die Schuld unter den Betrag von 10.000 Euro sinkt – werden wir Sie im Folgenden informieren.

Tipp: Bafög-Empfänger sowie ehemalig Bafög-Empfänger sind dazu verpflichtet, ihre Adress- und Namensänderung dem Bundesverwaltungsamt mitzuteilen. Diese Reglung besteht, damit die geförderten Personen für das Bundesverwaltungsamt auffindbar bleiben. Erfolgt eine solche Änderung nicht, kann es sein, dass das Bundesverwaltungsamt die Adresse ermitteln muss. Hierfür fallen in aller Regel pauschal Kosten in Höhe von 25 Euro an. Die Adressänderung lässt sich dem Bundesverwaltungsamt auch bequem durch ein Online-Formular mitteilen, das sich auf den Internetseiten des Amtes finden lässt.

Vorzeitige Rückzahlung

Verfügt man über die finanziellen Mittel, das Bafög-Darlehen auf einen Streich zurückzuzahlen, sollte man sich diese Option durchaus einmal durch den Kopf gehen lassen: Der Vorteil einer frühzeitigen Rückzahlung ist nämlich, dass man unter Umständen einen Nachlass in Anspruch nehmen kann. Die Gesamtforderung würde dann bedeutend kleiner ausfallen als die Summe der einzelnen Ratenforderungen. Mitunter kann es sich sogar lohnen, einen Kredit aufzunehmen, um das Bafög-Darlehen zu begleichen. Hier muss allerdings der individuelle Fall betrachtet werden, eine Gegenrechnung angestellt und berücksichtigt werden, dass Bankkredite wiederum Nachteile mit sich bringen können.

Über die Möglichkeit einer vorzeitigen Rückzahlung klärt der Feststellungs- und Rückzahlungsbescheid auf, der von dem Bundesverwaltungsamt übersandt wird. Wie hoch dabei die Ersparnis ausfällt, wenn man im übertragenen Sinne Bares auf den Tisch legt, ist individuell unterschiedlich. Hierbei spielt die Höhe des Gesamtdarlehens eine entscheidende Rolle.

Wenn man sich allerdings zu einer vorzeitigen Rückzahlung durchringt, muss man sich auch darüber bewusst sein, dass man unter Umständen auf Teilerlasse verzichtet, die zu einem späteren Zeitpunkt, wenn man Kinder hat und möglicherweise weniger arbeitet, möglich sind. Zudem sollte man sich in einem gewissen Maße auch darüber im Klaren sein, dass Geld mit der Zeit immer weniger wert wird und somit eine länger währende Ratenzahlung mit der Zeit eine geringere Belastung sein kann.

Allerdings hat die vorzeitige Rückzahlung neben dem oben erwähnten Teilerlass einen weiteren Vorteil, der in jedem Fall zutrifft: Entscheidet man sich für eine vorzeitige Rückzahlung auf einen Streich, hat man reinen Tisch gemacht, womit man die langwierige Abbezahlung des Kredites vermeidet und es sich erspart, Kontakt mit dem Bundesverwaltungsamt zu halten.

Übrigens: „Vorzeitig“ meint hier: Vor dem Beginn der gesetzlichen Rückzahlungspflicht, wenn man einen möglichst hohen Nachlass erhalten möchte. Den Feststellungs- und Rückzahlungsbescheid muss man allerdings dennoch zunächst abwarten. Über weitere Rückzahlungs- und Ablösemöglichkeiten wie die vorzeitige Ablösung eines Restdarlehens oder eine Teilablösung informiert das Bundesverwaltungsamt.

Teilerlasse

Wie Sie bereits oben erfahren haben, kann die Darlehensschuld aufgrund einer vorzeitigen Rückzahlung geringer ausfallen. Neben der Möglichkeit einen Teilerlass der Darlehensschuld durch eine vorzeitige Rückzahlung zu erwirken, besteht aber auch die Option Teilerlasse zugestanden zu bekommen, wenn andere Voraussetzungen erfüllt sind. Zu unterscheiden sind hier vier unterschiedliche Teilerlasse: Der Teilerlass aufgrund eines schnellen Studiums, der Teilerlass aufgrund guter Leistungen, der Teilerlass aufgrund von Kindererziehung und der Teilerlass aufgrund politischer Verfolgung.

Tipp: Fällt man in die Gruppe der Darlehensnehmer, auf welche die Bedingungen für einen Teilerlass zutreffen, darf man nicht dem Irrtum aufsitzen, dass dieser automatisch auch gewährt wird. Vielmehr muss ein Teilerlass nach Erhalt des Feststellungs- und Rückzahlungsbescheids beantragt werden. Ein solcher Antrag, Vordrucke sind auf den Seiten des Bundesverwaltungsamtes erhältlich, muss innerhalb eines Monats nach Erhalt des Rückzahlungsbescheides erfolgen, damit er berücksichtigt werden kann.

Schnell studieren

Beginnen wir mit dem Teilerlass, der gewährt werden kann, wenn man sein Studium zügig absolviert hat. Zunächst einmal gilt es zu klären, was unter einem zügigen Studium verstanden wird. Ein schnelles Studium liegt dann vor, wenn man unterhalb der Studienhöchstdauer geblieben ist.

Konkret, in Euros ausgedrückt, bedeutet dieses: Wer sein Studium vier Monate vor der Studienhöchstdauer abgeschlossen hat, kann mit einem Teilerlass von 2.560 Euro des Darlehens rechnen. Ist es dem Studierenden immerhin noch gelungen, sein Studium zwei Monate vor Erreichen der Studienhöchstdauer zu einem Ende zu bringen, kann er noch mit einem Erlass von 1.025 Euro rechnen.

Da es im Falle dieses Teilerlasses möglich ist, das ein oder aber wenige Tage den Ausschlag dafür geben, ob man ihn in Anspruch nehmen kann, muss nachgewiesen werden, an welchem Tag die letzte Prüfungsleistung erbracht wurde. Der Antragssteller muss also nicht nur einen Antrag auf den Teilerlass stellen, sondern auch eine Zeugniskopie, aus der das besagte Datum hervorgeht, dem Bundesverwaltungsamt übermitteln. Zudem muss man auch schriftlich die Richtigkeit und Vollständigkeit der gemachten Angaben bestätigen.

Gute Leistungen

Auch Leistung kann sich hinsichtlich der Höhe der Bafög-Darlehensschuld positiv auswirken. Der Erteilung eines leistungsabhängigen Teilerlasses ist allerdings – und hier ist der Name des Teilerlasses zunächst irreführend –  nicht alleinig von den Leistungen in Form von Endnoten, sondern auch in Form der Dauer des Studium abhängig. Im Klartext bedeutet dieses: Wer einen Teilerlass aufgrund von Leistung in Anspruch nehmen möchte, muss zunächst einmal zu den 30 Prozent der besten Absolventen zählen. Vergleichbasis bilden hier alle Absolventen, welche die Prüfung im gleichen Jahr abgelegt haben. Hinzu kommt, dass man die Abschlussprüfung auch noch innerhalb eines Jahres nach Erreichen der Förderungshöchstdauer bestanden haben muss. Bei dieser zweiten Voraussetzung gibt es zudem noch eine Staffelung: Wer schnell war und die Prüfung innerhalb der Förderungshöchstdauer abgelegt hat, kann einen 25 prozentigen Erlass in Anspruch nehmen, hat man es innerhalb eines halben Jahres nach der Förderungshöchstdauer geschafft, sind es immerhin noch 20 Prozent, die einem erlassen werden können. Der Erlass verringert sich weiter – nämlich auf 15 Prozent –, wenn man lediglich innerhalb eines Jahres nach Erreichen der Förderungshöchstdauer bestanden hat.

Kinder betreuen

Wer während der Rückzahlungsphase Kinder betreuen muss, kann unter bestimmten Bedingungen weitere Teilerlasse in Anspruch nehmen – allerdings so wie es momentan aussieht nur noch bis Ende des Jahres 2009.

Beim Teilerlass aufgrund von Kinderbetreuung müssen generell folgende Voraussetzungen vorliegen: Das Einkommen, über welches man verfügt, darf nicht einen bestimmten Freibetrag überschreiten; wenn man erwerbstätig ist, man darf höchstens 10 Stunden in der Woche einer Beschäftigung nachgehen; natürlich muss man auch tatsächlich ein Kind betreuen und erziehen: Dieses darf – solange es keine Behinderung aufweist – höchstens zehn Jahre alt sein. Die Regelung bezieht sich nicht nur auf leibliche Kinder, sondern auch auf Pflegekinder, Kinder des Ehepartners, die im eigenen Haushalt leben sowie auf Enkelkinder, die im eigenen Haushalt leben und versorgt werden.  

Nun zu der Frage, was der Teilerlass aufgrund von Kinderbetreuung umfasst: Für jeden Monat, in dem all die genannten Voraussetzungen vorliegen, kann die monatliche Rückzahlungsrate von 105 Euro erlassen werden. Auch der Erlass aufgrund von Kinderbetreuung muss beantragt werden. Die Voraussetzungen zur Erteilung des Erlasses müssen nachgewiesen werden. Es empfiehlt sich zudem vor Beantragung des Teilerlasses Informationen bei dem Bundesverwaltungsamt einzuholen, insbesondere auch deshalb, weil vor Gewähr des Teilerlasses erst über einen Freistellungsantrag entschieden werden muss.

Teilerlass aufgrund von politischer Verfolgung

Der Teilerlass aufgrund politischer Verfolgung kam/kommt wohl nur für eine sehr kleine Personengruppe in Frage. Hier wird nämlich nicht auf jedwede Art von politischer Verfolgung Bezug genommen, sondern ausschließlich auf die, die durch die SED-Regierung in der ehemaligen DDR resultierte. Betroffene müssen gegenüber dem Bundesverwaltungsamt dann eine Bescheinigung gemäß des Beruflichen Rehabilitationsgesetzes nachweisen können.

Freistellung und Stundungen

Eine Frage werden sich viele Personen schon zu der Zeit stellen, wenn sie das erste Mal Bafög beantragen. Sie wissen, dass sie die Förderung zur Hälfte wieder zurückzahlen müssen, aber was geschieht, wenn die Rückzahlungspflicht beginnt und man nicht über ausreichend finanzielle Mittel verfügt, die Raten stemmen zu können?

Dieser Fall ist bei der Bafög-Rückzahlungspflicht bedacht worden: Personen, die über kein oder ein geringes Einkommen verfügen, wenn es an die Rückzahlung geht, können sich unter bestimmten Voraussetzungen von der Zahlungspflicht freistellen lassen. Entscheidend hierbei ist, wie hoch das Einkommen tatsächlich ausfällt. Derzeit gilt eine Einkommensgrenze von 1040 Euro. Wenn man Kinder hat, einen Ehepartner, der kein Einkommen hat, alleinerziehend ist oder wenn man eine Behinderung hat, kann sich die Einkommensgrenze nach oben verschieben. Sollten allerdings der Ehepartner und/oder die Kinder Geld verdienen, wird dieses Einkommen angerechnet.

Wenn man unter der Einkommensgrenze liegt, kann man dementsprechend von der Möglichkeit Gebrauch machen, eine Freistellung zu beantragen. Freistellung bedeutet hierbei: Man muss für die Zeit, in der die genannten Voraussetzungen vorliegen, keine Raten zurückbezahlen. Erlassen werden einem die Schulden allerdings auch nicht.

Wenn man sich in der Rückzahlungsphase befindet, nicht freigestellt ist von der Rückzahlung und die Raten, die der Abbezahlung des Bafög-Darlehens dienen soll, nicht geleistet hat, werden Rückstandszinsen erhoben. Eine Stundung der Raten kann allerdings nur unter bestimmten Bedingungen erfolgen. Sie verhindert dann, dass die ausstehenden Raten eingezogen werden. Auch die Stundung muss beantragt werden, wobei eine Reihe von Papieren wie Gehalts- und Einkommensbescheinigungen und weitere beim Bundesverwaltungsamt eingereicht werden müssen. Es empfiehlt sich in jedem Fall, das Bundesverwaltungsamt so früh wie möglich zu informieren und von dort nähere Informationen einzuholen, wenn ersichtlich wird, dass die anfallenden Raten nicht bezahlt werden können.