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Bafög beantragen

Nun kommen wir mehr oder weniger zum Praxisteil: Im Folgenden wird sich alles darum drehen, wie man die Förderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz als Studierender beantragen kann. Natürlich ist dieses mit einiger Bürokratie verbunden, was allerdings niemanden davor zurückschrecken lassen sollte, die Förderung in Anspruch zu nehmen, wenn Bedarf und Anspruch vorliegt. In das Durcheinander von Formblättern, Nachweisen und Anträgen wird schnell Ordnung kommen, wenn man sich ein wenig mit der Materie beschäftigt hat.

Der erste Schritt auf dem Weg zum Bafög wird jeden Studierenden in das jeweils zuständige Bafög-Amt führen. Hier kann man schnell in Erfahrung bringen, welche Formulare – diese werden auch Formblätter genannt – ausgefüllt werden müssen. Sollte es Rückfragen bei dem Ausfüllen der notwendigen Formulare geben, kann man sich im Bafög-Amt an die Sachbearbeiter wenden, die einem weiterhelfen können.

Die Wege zum Bafög-Amt werden einem im Übrigen während der ganzen Förderungsdauer nicht erspart bleiben: Bafög muss immer wieder neu beantragt werden. Dabei können sich auch die Nachweise, die man erbringen muss, im Laufe der Zeit verändern bzw. ausweiten (siehe: „Einschnitt: Zwischenprüfung und Vordiplom“). Auch nach dem Studium wird der Kontakt zum Amt für Ausbildungsförderung bzw. zum Bundesverwaltungsamt nicht dauerhaft abreißen: Ca. vier einhalb Jahre nach der Förderungshöchstdauer meldet sich die zuständige Stelle und übersendet den Rückzahlungsbescheid. Adressänderungen müssen dem Bundesverwaltungsamt immer mitgeteilt werden. 

Bafög-Antrag

Im zuständigen Amt für Ausbildungsförderung erhält man die unterschiedlichen Formblätter, die man im individuellen Fall ausfüllen muss. Als eigentlicher Antrag wird hierbei das Formblatt 1 bezeichnet, hinzu kommt beim Erstantrag aber immer auch eine Anlage zu diesem Blatt und – im Falle des Erstantrags aber auch darauf folgender Anträge – das Formblatt 2 und 3. Ersteres dient dazu nachzuweisen, dass man an der jeweiligen Uni eingeschrieben ist, letzteres dazu, den Nachweis über das Einkommen der Eltern und ggf. von dem Ehepartner zu erbringen. Das Formblatt 1 dient auch dazu, abzufragen wie es um die Einkommens- und Vermögensverhältnisse des Antragsstellers selbst steht.

Hinzukommen können weitere Dokumente, welche diese sind, ergibt sich in der Regel aus den Formularen. In Frage kommen etwa Mietbescheinigungen, wenn man nicht mehr bei den Eltern lebt, Krankenversicherungsnachweise, wenn man nicht über die Eltern versichert ist, ggf. Bescheinigungen, die nachweisen, dass sich Geschwister in der Ausbildung befinden, und so weiter.

Mit diesen Papieren ist man im Standardfall und zu Beginn des Studiums gut gerüstet – es kann aber auch sein, dass man andere Formulare zusätzlich abgeben muss, etwa wenn man einen Kinderbetreuungszuschlag bekommen möchte, wenn man den Antrag später aktualisiert, wenn man später Leistungsnachweise erbringen muss, und, und, und... Da der Umfang der Formulare, die ausgefüllt und abgegeben werden müssen, sich von Fall zu Fall also unterscheiden kann, ist es dringend zu empfehlen, sich im Bafög-Amt unter Berücksichtigung der individuellen Umstände beraten zu lassen.

Die Formblätter, die eingereicht werden müssen, damit man später Bafög beziehen kann, kann man auch beim Bundesministerium für Bildung und Forschung, welches eine Extra-Internetpräsenz zur Bafög-Förderung errichtet hat, downloaden.

Der Antrag auf Bafög-Förderung – bestehend aus allen Formularen, die eingereicht werden müssen – muss beim zuständigen Amt für Ausbildungsförderung abgegeben werden. Teilweise können Unterlagen auch nachgereicht werden. Der Antrag selbst sollte aber immer – darauf weist auch das Bundesministerium hin – früh gestellt werden. Eine Förderung kann nämlich nachträglich nur ab dem Monat gewährt werden, ab dem man den Antrag gestellt hat.

Bleibt nur noch die Frage: Wie geht es nach der Antragsstellung weiter? Dem Antragssteller wird ein Bafög-Bescheid zugestellt, aus dem hervor geht, wie hoch die Förderung im individuellen Fall ausfällt. Diese Summe wird ihm dann auf das angegebene Konto Monat für Monat überwiesen – allerdings zunächst einmal nur für ein Jahr. Jedes Jahr muss nämlich ein neuer Antrag gestellt werden, wenn man weiterhin Bafög erhalten möchte. Hier beginnt die Bürokratie also wieder von vorne. Beachten Sie in diesem Zusammenhang bitte auch die Ausführungen unter den folgenden Abschnitten.

Übrigens: Die Angaben über eigenes Vermögen und Einkommen können auf Korrektheit überprüft werden. Hier sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass man nichts vergisst. Die Gebote der Richtigkeit und Vollständigkeit gelten aber natürlich auch für alle anderen Angaben.

Tipp: Auf dem Bafög-Bescheid wird auch die so genannte Förderungsnummer angegeben. Unter dieser Nummer läuft dann die Förderung für den Antragssteller. Wenn man Kontakt mit dem Bafög-Amt oder aber mit dem Bundesverwaltungsamt aufnehmen möchte, sollte man diese Nummer immer angeben, damit das Schreiben problemlos zugeordnet werden kann. Beim Bundesverwaltungsamt wird man später ein eigenes Aktenzeichen zugewiesen bekommen, welches ebenfalls gut verwahrt werden sollte, damit Anfragen, etc. zügig bearbeitet werden können. 


Aktualisierungen

Unter dem Begriff Aktualisierung kann man in Zusammenhang mit der Bafög-Förderung an zweierlei Sachverhalte denken: Zum einen gibt es einen so genannten Aktualisierungsantrag – das Formblatt 7 – zum anderen muss natürlich auch der Bafög-Antrag an sich jedes Jahr neu gestellt werden. Im letzteren Fall spricht man in der Regel allerdings nicht von einer Aktualisierung, sondern von einem Weiterförderungsantrag bei dem u.a. auch wieder das Formblatt 1 ins Spiel kommt. Es ist notwendig, den Bafög-Antrag nach einer gewissen Zeit wieder zu stellen, damit das zuständige Amt kontrollieren kann, ob sich die Voraussetzungen für die Gewähr der Ausbildungsförderung geändert haben.

Nun aber zu dem, was sich hinter dem Begriff Aktualisierungsantrag verbirgt. Hintergrund des Aktualisierungsantrages ist, dass im Normalfall immer die Einkommen von Eltern und ggf. dem Ehepartner berücksichtigt werden, die im vorletzten Kalenderjahr vor Beginn des Förderungszeitraums vorlagen. Beantragt man also im Jahr 2009 Bafög, sind die Einkommen von Eltern und Ehepartner aus dem Jahr 2007 ausschlaggebend. Dieses mag in vielen Fällen vorteilhaft sein, in einem ganz besonderen Fall ist es für denjenigen, der den Antrag stellt, allerdings nachteilig: Haben in unserem Beispiel die Eltern im Jahre 2007 noch einigermaßen gut verdient, müssen im Jahr 2009 aber mit deutlich weniger finanziellen Mitteln auskommen, wäre ein Bescheid, der auf den älteren Angaben beruht, nicht angemessen, da die Förderung geringer ausfallen könnte. Die Eltern wären dann unter Umständen nicht in der Lage, die Differenz zwischen Bafög-Förderung und erforderlichem Unterhalt zu begleichen und der Studierende würde sich einem finanziellen Engpass gegenüber sehen.

Der Sinn, der nun hinter dem Aktualisierungsantrag steht, ist, nun diesen Umstand zu vermeiden, indem nicht das vergangene Einkommen, sondern das voraussichtliche Einkommen in dem maßgeblichen Bewilligungszeitraum der Errechnung der Bafög-Förderung zugrunde gelegt wird. Zu beachten ist allerdings, dass die ggf. nun höher ausfallende Förderung nur unter Vorbehalt geleistet wird, d.h. sollte sich herausstellen, dass das Einkommen bzw. die Einkommen doch nicht geringer ausfallen – wie ursprünglich angenommen – kann die zuviel bezahlte Förderung von dem Auszubildenden zurückverlangt werden. Sollte man einen Aktualisierungsantrag stellen wollen, so muss dies der Studierende selbst tun. Dabei wird ein solcher Antrag nur dann bearbeitet, wenn die Bafög-Förderung sich hierdurch um mindestens zehn Euro im Monat erhöhen würde und die Einkommensminderung glaubhaft gemacht werden kann.

Fazit: Die Stellung eines Aktualisierungsantrages sollte immer gut überlegt sein. Sollte das Einkommen nämlich doch nicht im erwarteten Maße sinken, kann es passieren, dass man Teile der Förderung wieder zurückbezahlen muss. Dies stellt in der Regel für den Studierenden eine Belastung dar. Man kann aber auch selbst die Höhe der Förderung begrenzen, so dass eine etwaige Zurückzahlung im Nachhinein nicht zu hoch ausfällt.

Tipp: Ein Aktualisierungsantrag muss immer unmittelbar im jeweiligen Bewilligungszeitraum, der von den Einkommensänderungen betroffen ist, gestellt werden. Im Nachhinein kann man keine Neuberechnung und somit höhere Förderung erhalten.

Zeitraum der Förderung

Generell kann man auf die Bafög-Förderung nur so lange zählen, wie die Förderungshöchstdauer es vorsieht – vorausgesetzt man erfüllt auch die Pflicht zum Nachweis von Leistungen. Die Förderungshöchstdauer korrespondiert mit der Regelstudienzeit des jeweiligen Studienganges. Bei dem einen Studiengang beträgt diese beispielsweise neun, bei einem anderen zehn Semester. Ausschlaggebend ist, wie die Regelstudienzeit in den Studienordnungen benannt ist.

Aber auch für den Förderzeitraum gilt: Keine Regeln ohne Ausnahme! Es besteht auch die Möglichkeit, nach der Regelstudienzeit weiter gefördert zu werden, dieses ist aber von strengen Bedingungen abhängig. Für die Notwenigkeit einer längeren Förderung müssen nämlich gesetzlich anerkannte Gründe vorliegen. Solche Gründe können eine Schwangerschaft, Krankheit, Gremientätigkeit und anderes sein.

Ein weiterer Sonderfall in puncto Dauer der Förderung ist die Hilfe zum Studienabschluss. Hier müssen zwar nicht ähnliche Gründe vorliegen wie bei einer oben beschriebenen Verlängerung der Förderungshöchstdauer aufgrund gesetzlich anerkannter Gründe, allerdings gibt es auch hier einige Bestimmungen zu beachten, welche die Inanspruchnahme der Hilfe zum Studienabschluss überhaupt erst möglich machen. Zu diesem Thema beachten Sie bitte auch den entsprechenden Abschnitt weiter unten, in dem wir Ihnen ausführlichere Informationen zu diesem Sonderfall zusammengefasst haben.

Fazit: Sollte erkennbar werden, dass die Regelstudienzeit im individuellen Fall nicht ausreicht, um das Studium zu beenden, sollte man prüfen, ob hierfür ein Grund vorliegt, der auf eine Verlängerung der Förderungsdauer hinwirken kann. Sollte dieses nicht der Fall sein, kommen unter Umständen auch die Hilfe zum Studienabschluss oder andere Finanzierungsmöglichkeiten (siehe: „Alternativen zum Bafög“) in Frage.

Einschnitt: Zwischenprüfung und Vordiplom

Die Gewähr von Bafög ist ab einem bestimmten Zeitpunkt im Falle von Studierenden auch abhängig von den Leistungen, die im Studium erbracht werden. Hierbei geht es nicht um Noten, sondern um den Nachweis, dass in einem gewissen Zeitraum all die Leistungen, die für diesen vorgesehen sind, erbracht wurden, d.h. alle Prüfungs- und Studienleistungen als bestanden bewertet wurden. Der genaue Umfang der Leistungen ist in den jeweiligen Studienordnungen der Fächer geregelt. In der Regel werden solche Nachweise verlangt, wenn auch die Zwischenprüfung oder das Vordiplom fällig wird, also nach dem vierten Semester. Zum Teil kann es aber auch schon früher notwendig sein, einen Leistungsnachweis zu erbringen.

Wenn bestimmte Gründe vorliegen, kann es auch möglich sein, dass man den Leistungsnachweis erst später erbringen muss. Hier sollte man aber in jedem Fall Rücksprache mit dem zuständigen Amt für Ausbildungsförderung halten. Die Gründe müssen dann schon stichhaltig sein – eine Schwangerschaft oder ein Aufenthalt im Ausland kann anerkannt werden. Kann der Leistungsnachweis nicht erbracht werden und es liegt hierfür kein Grund vor, der anerkannt werden kann, wird die Förderung durch das Bundesausbildungsförderungsgesetz eingestellt. Gefördert kann dann erst wieder werden, wenn man die Leistungen nachgeholt hat und wieder nach Studienplan studiert.

Tipp: Wenn man weiß, dass man während seines Studiums langfristig auf die Bafög-Förderung angewiesen ist, sollte man sich recht genau an den Studienverlaufsplan halten, damit man auf die Förderung auch dann zählen kann, wenn es Zeit wird, Leistungsnachweise zu erbringen.